An Tagen wie dieser – Verkühlung im Anmarsch

Leider rede ich jetzt nicht über den tollen Song „an Tagen wie dieser“ von den Toten Hosen. Eher fühle ich mich wie eine tote Hose. Schlapp, kaputt, down. Eine ausgewachsene Verkühlung hat mich erwischt. Die Nase rinnt und jeder Anrufer erkundigt sich freundlich, ob ich einen Schnupfen habe. Mit ziemlich heiserer, mir selber unbekannter Stimme, krächze ich ins Telefon. Der Papierkorb unter dem Schreibtisch füllt sich mit Papiertaschentüchern. Der Wasserkocher bringt Nachschub für meinen Gesundheitstee und ich genehmige mir die x-te Tasse. Und freue mich, wenn mir wieder etwas weniger Gesundes schmecken wird! Kaffee, Bier, Wein statt Hustensirup, Aspirin, Ingwerwasser und Kräutertee.

Ich huste mich durch den Tag. Die Hustenzuckerl schmecken nicht mehr. Gefühlsmäßig bin ich 100 Jahre alt. Bewege ich mich in Zeitlupe oder kommt es mir nur so vor? Ich schreibe jetzt genau noch diesen einen Blog und dann gibt es nur mehr ein Ziel: Sofa oder Bett! Mit der Gummisau! Das ist die liebevolle Bezeichnung meines Mannes für meine Wärmflasche. Neuerdings packe ich sie in jeden Koffer, außer wenn ich im August nach Griechenland fliege. Sie hat mir schon beste Dienste erwiesen. In vielen Ländern wird nicht so schön geheizt wie in Österreich. Da mein Herzblatt in den letzten Jahren auch über kalte Füße klagt, muss ich auf die Gummisau zurückgreifen. Früher war er richtig heiß. (Ich rede von den Füßen. Denkt nicht schon wieder etwas anderes!)

Ich bin Herr(scherin) der Fernbedienung

Und außerdem bestehe ich darauf, dass die Fernbedienung heute mir gehört! Ich will entweder einen Schnulzenfilm mit Happy End, damit ich ja nicht heulen muss. Die Nase tut dafür schon zu weh! Oder eine unaufgeregte Fernsehserie, bei der es nichts macht, wenn ich dabei einschlafe. Da es unendlich viele davon gibt, erspare ich mir einige aufzuzählen. Diversen Soaps hat meine Familie die Auszeichnung „Prolo-TV“ verliehen. Aber nicht dass das abschreckend wäre! Beinahe das Gegenteil ist der Fall. Alle schauen diese Serien, die kein Klischee auslassen. Die Schauspieler verdienen ihre Bezeichnung nicht. „Grottenschlecht“ ist unser liebevolles Urteil. Sie werden garantiert nicht bei einer Theaterinszenierung von „Endstation Sehnsucht“ auftreten. Ihre Bestimmung finden sie vielleicht bei „Endstation Dschungelcamp“, wo sich mittlerweile schon eine Menge rausgeflogener Ex-Kandidaten, und sogar die/der Ex vom Ex, tummeln!

Verwöhnprogramm

Vielleicht ist jemand so lieb – Mann, Tochter – mir etwas Trink- oder Essbares an meinen Sofatisch zu liefern. Hängt jemand die Wäsche auf? Wird der Geschirrspüler ausgeräumt? Oder die Gummisau neu befüllt? Oh, ich glaube ich habe schon Wahnvorstellungen. Habe ich Fieber? Solche Dinge ereignen sich bei mir nur im Traum!

Na ja, dann lass ich alles wie es ist, morgen ist auch wieder ein Tag. Hoffentlich nicht einer wie dieser, wo mir der grippale Infekt kräftig die Suppe versalzt, von der ich aufgrund meiner fehlenden Geschmacksnerven eh nicht weiß, wie sie schmeckt. Vorteil für den Koch. Doch der bin ich auch selbst. Immerhin wartet ein spannendes Buch auf mich. Ein paar Kapitel werde ich vor dem Einschlafen noch schaffen

Ich wünsche allen von bösen Infekten und Bakterien befallenen Leidensgenossen gute Besserung!

PS: Mein Mann tröstet mich nicht mit einer Tasche von Styleshop24. Bestenfalls mit einer geschälten Orange. Danke!

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