Eurovision Songcontest 2017 – 12 points goes to…

Geburtstagskinder

„Beim Teutates!“ Da ist wohl das eine oder andere Wildschwein nicht nur für Obelix fällig. Asterix, mein Lieblingscomic-Held, feierte seinen 90. Geburtstag, bzw. sein Erfinder, Albert Uderzo. Wie ich sie liebe, die Geschichten um das kleine gallische Dorf und seine unschlagbaren Helden.  „Happy birthday“ hieß es auch für Jack Nicholson. Unglaubliche 80 Jahre ist der wandlungsfähige Schauspieler geworden. Einer seiner grandiosen Filme heißt „das Beste kommt zum Schluss“. Dass dies noch lange nicht der Schluss sein möge, wünsche ich ihm, und mir natürlich auch.

Keinen runden, aber immerhin auch schon den 62. Geburtstag, feiert der Eurovision Songcontest, der heuer am 13. Mai in der Ukraine, in Kiew, ausgetragen wird.

Eurovision Songcontest

Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn – für Gesprächsstoff sorgt er immer! Geschichten, Skandälchen, Wettfieber, politische Aspekte – jedes Jahr gibt es ein munteres Karussell und wir drehen uns mit, ob wir wollen oder nicht. Viele behaupten, die Sieger würden schon feststehen und alles ein abgekartetes Spiel sein. Mir wurst – Danke, Conchita. Dass ich live am Bildschirm dabei sein durfte, wie Österreich mit „Rise like a Phoenix“ 2014 gewonnen hat. Das war schon ein besonderes Highlight für mich. Vielleicht auch, weil der Phönix das Wappentier meiner Gemeinde ist und Namensgeber eines Brunnens und eines Saales eben dort. Wahrscheinlich werde ich keinen weiteren Sieg Österreichs mehr erleben, dazu bin ich zu realistisch. Falls doch – gerne, sehr gerne!

Bis 2014 war Udo Jürgens mit „Merci, Cherie“  (1966) einziger Gewinner für Austria. Nicht Australia, das – für mich nicht nachvollziehbar – am europäischen Liederfestival seit einem Jahr teilnehmen darf. Aserbeidschan, Georgien, Israel und nun Australien – Europa nimmt ja schöne Ausmaße an, aber setzen wir uns über die Grenzen hinweg, über die musikalischen zumindest.

Steht die Musik noch im Vordergrund?

Seit meiner Kindheit verfolge ich das Musikspektakel. Der Sängerwettstreit steht aber schon lange nicht mehr im Vordergrund bzw. lässt die Qualität der Lieder oft sehr zu wünschen übrig. Aufwendige Bühnenshows und Kostüme – manchmal müsste man den Preis eher den Technikern, Designern oder Bühnenbildnern überreichen, die für reibungslose Vorgänge und optischen Augenschmaus sorgen. Besonders die Konzertbühne muss jährlich noch größer und aufregender sein – da werden keine Kosten und Mühen gescheut (auch von Ländern, die sich das eigentlich nicht leisten können).

Und der Laie versteht mitunter auch nicht, warum gerade dieses Lied in diesem Jahr gewinnen wird. Die Songs wechseln sich ab, Tralala-Happysound oder schwere fade Ballade. Österreich setzt meistens auf das falsche Pferd. Außer Udo und Conchita haben Waterloo & Robinson 1976 mit „My little World“ einen respektablen 5. Platz erreicht und der Kabarettist Alf Poier überraschte 2003 mit seinem Lied „Weil der Mensch zählt“ mit Platz 6. (Das ist das Lied mit „Klane Haserl haben kurze Naserl und klane Katzerl haben weiche Bratzerl…“).
Jedoch sagt eine Platzierung bei diesem Wettbewerb noch lange nichts über die musikalischen Qualitäten der Interpreten aus. So zählen Marianne Mendt und der Barde Wilfried zu anerkannten und bewunderten Größen des Austro-Pops, trotz schlechten Abschneidens.

Auffallen heißt die Devise

Außergewöhnlichen Typen gehört diese Bühne sowieso. Erinnern wir uns an die Rockerbande mit Monstermasken. 2006 gewannen die furchteinflößenden Finnen „Lordi“ mit „Hard Rock Hallelujah“. So etwas merkt sich der Mensch. Auch einen herumwirbelnden Guido Horn aus Deutschland, der 1998 „alle lieb“ hatte (Platz 7) vergisst man nicht so schnell. Stefan Raab erreichte im Jahr 2000 den 5. Platz mit der Frage „Wadde hadde dudde da?“ Babygebrabbel im Goldanzug!

Meine persönlichen Favoriten

Mein Herz schlägt ja für die früheren Jahre des Songcontestes. Als Udo Jürgens Fan weiß ich natürlich, dass auch seine Lieder „Warum nur, warum?“ und „Sag ihr, ich lass sie grüßen“ anno dazumal für den Songcontest von ihm komponiert wurden. „Nel blu dipinto di blu“ von Domenico Modugno, 3. Platz 1958, fehlt auf keiner Sampler-CD der größten italienischen Hits. Dort befindet sich bestimmt auch „Non ho l’etá“ von der großartigen Gigliola Cinquetti, die damit 1964 den Sieg erringen konnte.  Das fröhliche „Puppet on a String“ verhalf 1967 Sandie Shaw zum Sieg und im Folgejahr hatte „Sir“ Cliff Richard mit „Congratulations“ einen 2. Platz. Das waren glorreiche Zeiten für das Vereinigte Königreich, das 1976 nochmals den Sieg mit „Save your kisses for me“ (Brotherhood of Man) holte und 1998 mit Bucks Fizz und „Making your mind up“.

Nach wie vor zählt „Après toi“, Siegerlied 1972 von Vicky Leandros für Luxemburg, zu einem Lied, das noch oft und gerne im Radio zu hören ist. Und dann kamen die wunderbaren Schweden. Wer sonst nichts kennt, „Waterloo“ von ABBA (1974) bestimmt! So schrecklich das damalige Outfit, so grandios das Lied! Es ist immer wieder ein Vergnügen die Rückblicke der Songcontests zu betrachten, die regelmäßig vor dem Event gezeigt werden. Was da für Modesünden ans Licht kommen! Wie konnten wir uns nur so kleiden?

Es gäbe ja noch so viele Songs und Teilnehmer zu erwähnen. Zum Beispiel Johnny Logan, irischer und einziger Doppelsieger bisher mit seinen Liedern „What’s another Year“ (1980) und „Hold me Now“ (1987). Weltstar Celin Dion brachte 1998 die Schweiz mit „ne partez pas sans moi“ auf Platz 1. Was für eine atemberaubende Karriere noch folgte!

Celebrate Diversity

Das heurige Motto nennt sich „Celebrate Diversity“. Das Logo besteht aus vielen verschiedenen Perlen, die für Vielfalt und Individualität stehen. Jede Perle sieht anders aus und doch ergeben sie ein harmonisches Bild.

Vielfalt und Individualität – die findet ihr auch im Styleshop24. Da stehen sie doch alle friedlich nebeneinander, die fantastischen Taschen aus Italien, Deutschland, Frankreich  oder Australien – genau, wie beim Songcontest! Bewährte Balladen-Diven, die ihrem Stil treu bleiben, treffen auf beschwingte Newcomer, die ihre Premiere feiern und vielleicht eine fixe Größe im Taschenhimmel werden.

Mit „ein bisschen Frieden“ (Nicole, BRD, 1982) und Toleranz kommen doch alle gut miteinander aus, Taschen und Menschen. Handtaschen sind unsere „Heroes“ (Mans Zelmerlöw, Schweden, 2015) des Alltags, geben uns das Gefühl, auf anderen „Satelits“ (Lena, BRD, 2001) unterwegs zu sein. Sie erzählen Geschichten, „Fairytales“, (Alexander Rybak, Norwegen, 2009), beweisen, dass es „Wunder(bare Taschen) immer wieder gibt (Katja Ebstein, BRD, 3. Platz 1970). Sie erinnern uns an unsere erste Liebe, „Un premier amour“ (Isabelle Aubret, Frankreich 1962), von der nur mehr „only teardrops“ (Emmelie de Forest, Dänemark, 2013) geblieben sind.

Freuen wir uns über die Vielfalt bei Styleshop24, „all kinds of everything“ (Dana, Irland, 1970), die uns vor Freude „Wild Dances“ (Ruslana, Ukraine, 2004) aufführen lässt und beflügelt („Fly on the Wing of Love“, Olsen Brothers, Dänemark, 2000).

Bevor ich an „Euphoria“ (Loreen, Schweden, 2002) ersticke, wünsche ich uns allen einen spannenden Songcontest 2017, bei dem das Gemeinsame und Schöne Europas, das „Insieme“ aus 1992 von Toto Cutugno, Italien, im Vordergrund stehen soll. Drücken wir unserem Beitrag, Nathan Trent mit dem Lied „Running on air“,  die Daumen!

12 Punkte gehen an, 12 points goes to, 12 douze point vont… an Styleshop24!

Save the date! Finale 13. Mai 2017!

 

 

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