Karneval – Die Lust am Verkleiden

„Der Karneval heut die Stunde regiert. Die Narrenheit zeigt sich lustig maskiert“ – so klingt es bei Johann Strauss dem II im „Karneval von Rom“. Dort findet er sicher auch statt, der Karneval. Ebenso natürlich in Venedig, wo tagelang die ganze Stadt an der Lagune nicht im Hochwasser sondern im Maskentaumel ertrinkt.  Flutwellen von Touristen werden wieder über die Gässchen und Brücken bis zum Marcusplatz geschwemmt werden.

Fasching in Österreich

Bei uns in Österreich sagt man Fasching, und der hat offiziell bereits am 11.11.2016 begonnen. Während viele Zeitgenossen dem Fasching keine große Bedeutung zukommen lassen, Ausnahme Kinderbälle, ist er für andere die beliebte „Fünfte Jahreszeit“. In einigen Gemeinden gibt es zwar Faschingsgilden, Umzüge und Narrensitzungen, aber  richtige Faschingshochburgen findet man in Österreich nicht. Zu einer gewissen Berühmtheit hat es die Salzkammergutgemeinde Ebensee gebracht, deren Fetzenzug über die Grenzen hinaus bekannt ist.

Karneval in Europa

Unser Nachbarland Deutschland zeigt es uns vor, was da alles auf die Beine gestellt werden kann. Wochenlange Büttenreden, kesse Funkenmariechen und großartige Rosenmontagsumzüge sind  Programm. Viele Stunden an Arbeit und Training stecken hinter perfekten Aufführungen, die so leicht aussehen.

Beim bekanntesten Karnevalsfest der Eidgenossenschaft, der Basler Fasnacht, heißt es schon um 4 h früh aufstehen. Aber das nehmen die närrischen Besucher gerne in Kauf. Drei Tage lang hat das Fest in Basel einen ausgelassenen und melancholischen Charakter zugleich.

In Nizza ist der Karneval ein Fest der Blumen, über 100.000 Blüten werden zu kunstvollen Figuren umgestaltet. Sie ziehen gemeinsam mit großen Papp-Karton-Köpfen und Straßenmusikern die Prachtalleen der Cote d’Azur entlang.

Das größte spanische Karnevalsfest findet nicht am Festland, sondern in Teneriffa statt. Die Insel des ewigen Frühlings ist dafür wie geschaffen. Ich erlebte einen grandiosen Umzug auf der Nachbarinsel Lanzarote. Ein Riesenfest für Augen, Ohren und Sinne! Stundenlang zogen die bunten Faschingswagen an mir vorbei. Irgendwann wurde ich aufnahmeunfähig, zu viele freudige Eindrücke! Lebensfreude pur, einfach großartig.

Närrisches Treiben in New Orleans und Rio

Aber auch außerhalb Europas wird gefeiert. Richten wir den Blick nach  New Orleans, dort geht es besonders am Mardi Gras rund. Das ist der „fette Dienstag“, unser Faschingsdienstag. New  Orleans ist der beliebteste Karnevalsort in Amerika. Pures Schauvergnügen, Musik an allen Ecken, nicht nur für Freunde des Jazz!

Der Karneval von Rio ist eine eigene Geschichte, bei der viele Kapitel alles andere als fröhlich sind. Welche Mühen da in Kauf genommen werden, um bei einer Sambaschule engagiert zu werden. Das Geld wird eisern gespart, um sich ein Kostüm leisten zu können (auch wenn man manchmal fast keines mehr entdeckt). Jede Tänzerin hofft, mit ihrer Sambaschule zu siegen. Es ist durchaus üblich, dass unfaire Mittel zum Einsatz kommen, um die Konkurrenz auszutricksen. Beim großen Fest sehen die Touristen natürlich nur lächelnde Gesichter, bzw. weinende, wenn es zum Sieg doch nicht ganz gereicht hat. Aber es kommt ja wieder ein neues Jahr und der Zirkus geht von vorne los.

Warum schlüpfen wir gerne in eine andere Maske

Doch warum verkleiden sich die Menschen so gerne? Als Kind will man berühmt oder ein Held sein.  Jungs wünschen in die Haut vom tapferen  Spiderman zu schlüpfen oder als wagemutiger Piratenkapitän die Meere zu erobern.  Mädchen träumen vom süßen Prinzessinnendasein oder wollen als besenschwingende Hexen einmal nicht brav sein. Eigentlich genau das, was man nicht sein kann. Oder hat jemand das Bedürfnis sich in eine Lehrerin, Mechaniker oder Büroangestellte zu verwandeln? Wohl kaum. Der Reiz liegt eindeutig darin, etwas sein zu wollen, was man wahrscheinlich nie werden kann. Entweder weil es die Figur gar nicht gibt oder mehr Frösche als Prinzen zur Verfügung stehen. Wer jedoch Lust verspürt, sich in eine andere Person zu verwandeln, der soll es im Fasching genießen. Aus vollen Zügen, rein ins Vergnügen!

Aber auch kleine Veränderungen bereichern den Alltag. Eine neue Frisur, ein anderer Farbton, ein Kleid, das einmal aus dem Rahmen fällt – und schon fühlt man sich gut, selbstbewusst, glücklich. Probiert es aus. Zum Beispiel mit einer neuen Tasche aus den Frühlingskollektionen. Es muss nicht immer die braune Ledertasche sein – wie wärs mit einem aufregenden Pink? Oder einem Shopper im floralen Design? Zur Abwechslung ein knautschig weicher Beutel statt einer eher steiferen Handtasche? Mut zur Farbe, offen sein für neue Formen und Materialien, kleine Verwandlungen mit absolut sensationeller Wirkung! Styleshop24 ist gerne behilflich beim „Umstyling“!

 

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