Der Rucksack – mehr als ein Wandergepäck

„Ein schöner Rücken kann entzücken“ – und noch mehr steht er im Mittelpunkt, wenn ein flotter Rucksack darauf gepackt ist. Backpack ist die englische Bezeichnung für Rucksack – pack ihn oben drauf, kann man sich daraus herleiten. Die Wirbelsäule dankt es dem Träger. Die gleichmäßige Belastung ist gesund. Taschen sind immer irgendwie einseitig, der Rucksack liegt exakt in der goldenen Mitte.

Früher assoziierte man den Rucksack nur mit Wilderern, Wanderern und herumgammelnden Jugendlichen.

Alpen-Idyll

Der mutige Wilderer hat in seinem schweren Leinen-Rucksack die verbotene Gams  verstaut. Auf schwülstigen Bildern schaut vielleicht noch das Geweih heraus und der fesche, natürlich irgendwo blutende Naturbursch, der vor Männlichkeit nur so strotzt, überreicht das Wild stolz seiner angebeteten Sennerin. Die üppige Heidi von der Enzian-Alm wirft sich in die Arme des todesmutigen Franzl, während die Sonne blutrot den schneebedeckten Gipfel im Hintergrund in ein unwiderstehliches Licht taucht. Stopp!  Das ist ja kein Drehbuch für einen kitschigen Heimatroman.

Das Wandern ist des Müllers Lust

– bei vollgestopftem Rucksack auch sein Frust! Nicht unbedingt der Frust der Müller, da es von denen wahrscheinlich nicht mehr viele Wandervögel gibt. Eher der Frust der Männer, speziell der Väter. Da ist womöglich der Rucksack von Haus aus schon schwer und unbequem. Und wenn dann erst die Mama beginnt, alles für die lieben Kleinen einzupacken! Jausenpakete wie für eine Polarexpedition, in Plastikdosen natürlich und in Glasflaschen – der Umwelt zuliebe. Wetterschutz, Socken und T-Shirts zum Umziehen, das Schmusetier und gleich noch das Lieblingsbuch dazu, ein Riesenverbandskofferl und, und, und… ich erinnere mich!  Jetzt gibt es zumindest viele Leichtprodukte (z.B. Ecoalf, aus recycelbaren Materialien), die immerhin den Rucksack selbst leicht machen. Wenn die Supermutter zu viel mitnimmt – dieses Problem ist generationsüberschreitend.

If you’re going to San Francisco…

Rest in peace, Scott McKenzie! Die schmuddeligen Tramperrucksäcke gehören der Vergangenheit an. Die große Freiheit schnuppern, per Autostopp nach Griechenland oder gar über den großen Teich, wochenlang am Strand liegen, durch die Großstadt trampen und vielleicht noch die Gitarre mitschleppen – das war noch in den Achtzigern verbreitet. Die heutige Jugend mag es bequemer. Und gar so easy ist das mit dem Autostopp auch nicht mehr. Und wer will in die USA, solang der Donald sitzet da! Der mit T., der mit D wie Duck ist meine Lieblingsente!

Kleine feine City-Rucksäcke

Mein Fokus liegt aber heute bei den kleineren feschen City-Rucksäcken, die den Handtaschen oder Crossbodys um nichts nachstehen. So ein niedlicher flotter Backpack garantiert vor allem eines – Freiheit für die Hände! (Natürlich garantieren das auch die großen Brüder, zum Beispiel die vielen tollen Rucksäcke von Herschel, dem Boss unter der Rucksack-Familie). Wenn ich beim Shoppen oder Bummeln unterwegs bin, ist mein kleiner Freund am Rücken mit dabei. Wichtig ist ein guter Sitz durch bequeme breite Schultergurte und die Anpassung der optimalen Länge – er soll ja weder zwicken noch zwacken und auch nicht bei den Knöcheln hängen. Es gibt elegante Ledervarianten (z.B. The Bridge, Gianni Chiarini) oder Backpacks aus hochwertigem Nylon (z.B. Bogner, Mandarina Duck). Ein Lederrucksack ist natürlich empfindlicher, andererseits wirkt er gleich „retro“ und entwickelt einen Eigencharakter. Für welchen ihr euch auch entscheidet – chic sind sie alle, begleiten durch den Tag und dürfen nicht nur ausnahmsweise auch zum Cocktail auf die Dachterrasse mit.

Der Laptop findet Platz

Nicht unerwähnt lassen möchte ich natürlich die große Anzahl der Schulrucksäcke bzw. Rucksäcke, die Platz für Laptop & Co bieten und uns somit auf die Uni oder ins Büro begleiten. Große Auswahl auch im Styleshop24 an diesen Produkten. So überzeugen Delsey, Tumi, Piquadro und etliche mehr davon, dass der Rucksack mit Laptopfach der Aktentasche gleichwertig ist. Auch hier punktet die Freiheit der Hände – Smartphone, Trolley, die Hand des/der Freundes/in – dafür sind die Hände da, die Arbeitsutensilien haben auf dem Rücken ihr Plätzchen gefunden.

Artenreichtum

Die Zeiten der farblosen dunklen Bagpacks sind längst vorbei. Es grünt und blüht auf den Oberflächen, Mustermix, fröhliche Farben, Fransen, Logos, Prints – vor dem Rucksack ist kein Design mehr sicher oder umgekehrt.

Resümee: Rucksack – gesund für den Rücken, sorgt für Entzücken!
Oder, im Irene-Englisch: Backpack – for the sake of the back!

 


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