Melancholie im September

„Melancholie im September“ ist ein Oldie von Rocco Granata, eine schöne italienische Schnulze. Aber wir müssen nicht melancholisch sein nur weil der Herbst beginnt (meteorologisch mit 1. September, offiziell immer mit 23. September). Die Monate September, Oktober und November entfalten ihren eigenen Charme.

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Die Tage werden kürzer und die Nächte länger, dafür ist die Schwüle des Sommers verschwunden und die klaren Nächte sorgen für erholsamen Schlaf. Die Natur bereitet sich langsam auf die kühlere Jahreszeit vor, präsentiert sich aber noch einmal in einem fantastischen Farbenrausch. Die bunten Blätter verzaubern die Landschaft bevor sie zu Boden fallen. Welches Kind liebt es nicht, durch aufgetürmte Blätterhaufen zu hüpfen? Wie herrlich das raschelt. Und nicht nur die Tiere sammeln Nüsse, Eicheln und Kastanien, auch die Kinder füllen ihre Taschen und spielen mit den neuen Schätzen – meistens muss dann der Papa die Zahnstocher in die Kastanienmännchen bohren, damit sie auch ordentlich stehen bleiben!

Nach den üppigen Sommerfarben freut sich frau auf die sanften Töne in der Herbstmode, die der Trägerin schmeicheln, zum Beispiel Burgund, Zimt und Muskat. Der sympatische Etagenlook ist figurfreundlich. Mäntel, Stiefel, Schals und Taschen lassen sich herrlich kombinieren.

Raus in die Natur

Die beste Sicht in den Bergen gibt es nun im Herbst und die angenehmen Temperaturen ermöglichen die eine oder die andere Wanderung. „Besucht uns im Wandermonat Oktober“ heißt es in den Broschüren der Tourismusgemeinden. Nie ist der Himmel klarer und das Fotolicht schöner! Die milden Sonnenstrahlen sorgen für wohltuende Wärme. Duftende Rosen, prächtige Dahlien und Astern gedeihen in den Hausgärten. Nicht zu vergessen die reiche Ernte, die nun eingefahren wird. Die kunstvollen Erntedank-Kronen symbolisieren die Früchte des Feldes. Geerntet werden aber auch Äpfel, Birnen, Trauben, Kürbisse, Nüsse …

Törggelen mit Rotwein und Maroni in Südtirol? Backhenderlsalat mit Kernöl und Weißwein in der Steiermark genießen? Warum nicht bei einem Wochenende wandern, besichtigen, schlemmen und entspannen? In der Nachsaison lassen sich günstige Schnäppchen finden.

Die Väter bekommen leuchtende Augen wenn es einmal so richtig windig ist. Jetzt wollen sie ihre Kinder beim Drachen steigen richtig beeindrucken und vergessen manchmal darauf, dass auch die Kinder den Drachen steigen lassen möchten!

Nebelfreuden ab September

Und selbst der Nebel hat seinen Reiz. Ja, nicht gerade beim Autofahren. Aber ist es nicht ein herrliches Bild, wenn sich der Nebel über das Land legt, wenn er zu schweben scheint und die Erde bedeckt? Wenn plötzlich Gebilde aus ihm auftauchen, die es zu enträtseln gibt? Sieht der Baum nicht wie ein Kobold aus? Ist dieses filigrane Wesen wirklich nur eine Straßenlaterne?

„The Fog“ – Nebel des Grauens – wäre das nicht ein Kostüm für Halloween? Ein paar graue Stofffetzen und fertig? Verkleiden macht Spaß, in jedem Alter. Die Kleinen stehen aber auch auf den Laternenumzug beim Martinsfest, wenn die Lampions, die in vielen Kindergartenstunden gebastelt wurden, endlich zum Einsatz kommen. „Ich geh mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir“ – da verspüre ich dann doch Melancholie, weil die eigenen Kinder schon so groß sind.

Jetzt bleibt auch Zeit an jene zu denken, die nicht mehr unter uns sind.  Ich gehe zu Allerheiligen erst am späten Abend zu den Gräbern, wenn Stille eingekehrt ist. Geschmückte Grabstätten, rote Kerzen, Gedanken, Gefühle, Trauer und Hoffnung zugleich – ein Novemberspaziergang der anderen Art.

Vielleicht fällt auch schon der erste Schnee? Ein Sonnenbad am Balkon und Sehnsucht nach der Sauna nach einem frischen Spaziergang im Wind? Im Herbst ist alles möglich, freuen wir uns darauf!

 

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