Udo Jürgens meets Freddy Mercury

Klavierspieler

Udo Jürgens oder Freddy Mercury?

Ob sich das einmal ereignet hat, das entzieht sich meiner Kenntnis. Udo Jürgens hat ganz bestimmt die Musik von Queen gekannt, und vielleicht war Udo Jürgens auch Freddy Mercury ein Begriff. Fantastische Musiker waren sie beide. Warum ich darauf komme?

Konzert – ein Abend für Udo Jürgens

Letzte Woche konnte ich für mich persönlich innerhalb von vier Tagen diese beiden Musikgrößen vereinen. Zuerst besuchte ich ein fantastisches Konzert von Alex Parker, der einen Abend lang die Hits von Udo Jürgens präsentierte. Der Pianist und Sänger ist groß und schlank, wie es auch Udo gewesen ist. Und seine Stimme wurde mit jedem Lied jener von Udo ähnlicher. Es kann immer nur Einen geben, das Original. Und diese Stimme kann ich mir auf CD/You Tube und was auch immer anhören. Aber es gibt immer wieder gute Sänger, die diese tollen Hits und Evergreen auch live dem Publikum zu Gehör bringen und zu begeistern verstehen. Die Schauspielerin Gabriele Benesch erzählte zwischen den Liedern Begebenheiten und Anekdoten von Udo, die aus seiner Biografie stammten. Es war ein wunderschöner Abend mit vielen Stationen aus Udos Leben. Und dass ich wieder einmal unter den Jüngeren war – auch das hat mich gefreut. Ebenso aber auch die Begeisterung des älteren Publikums. Es war berührend, wie sich die Leute freuten, ihre Augen strahlten, sie mitmachten. Vielleicht beginnt das Leben wirklich erst mit 66?

Udo war Kritiker, Mahner, Poet, Humorist, Romantiker…

Udos Texte waren nicht einfach nur Wohlfühl-Blabla. Er setzte sich auch mit ernsten Themen auseinander, war ein Mahner und Kritiker. Zum Beispiel in Fünf Minuten vor 12 oder Lieb Vaterland. Ob man sich jetzt mit 17 Jahr, blondes Haar identifiziert oder mit 66 Jahren, da fängt das Leben erst an – es ist egal, die Musik von Jürgens ist generationsübergreifend. Und wenn ich z.B. an ein ehrenwertes Haus denke, dann ist das so aktuell. Über ein Paar ohne Trauschein regt sich vielleicht niemand mehr auf, aber über ausländische Mieter, die immer und überall die Bösen sind. Oder über die Jugend, die viel zu laut feiert und den Kinderwagen, der im Stiegenhaus abgestellt ist – eh nicht vor der eigenen Tür, aber man muss sich ja schließlich um alle kümmern! Besser die Ewignörgler würden sich in der Konditorei treffen und aber bitte mit Sahne bestellen!

Eine musikalische Reise

Merci Cherie, merci Udo für die vielen gefühlvollen Balladen. Ich war noch niemals in New York, aber ich kenn den Platz an der Sonne. Ich genieße den Griechischen Wein und denk mir vielleicht einmal, der Teufel hat den Schnaps gemacht. Oft frage ich mich warum nur, warum und dann bin ich doch froh, dass immerwieder die Sonne aufgeht und ich weiß, was ich will. Zum Beispiel  Liebe ohne Leiden, nach Paris – einfach zum Spaß und Einkaufen im Tante Emma Laden. Vielen Dank für die (musikalischen) Blumen, Merci Udo Jürgens!

Absolut sehenswert: Bohemian Rhapsody im Kino

Und dann kam der Kinoabend mit Bohemian Rhapsody. Ich glaube, Rami Malek hat gute Oscarchancen. Seine Darstellung von Freddy Mercury war beeindruckend. Alleine schon das Tragen des Gebisses war eine Herausforderung und der Schauspieler musste sich mit Katzen abgeben, dabei hat er eine Katzenhaarallergie! Malek hat alles überstanden und sich wirklich bis ins kleinste Detail mit Freddy Mercury beschäftigt. Hut ab, vor dieser Umsetzung. Und auch seine Kollegen wirkten sehr authentisch.

Wer war Freddy Mercury?

Freddy war viele Personen in einer, ein Außenseiter, der Sensible, ein Einsamer, ein Zerrissener, ein Erfolgsverwöhnter, der Suchende, die Dramaqueen, der Egoist und viele mehr. Und er war ein unglaublicher Musiker und Entertainer, der das Feuer auf der Bühne entzündete und das Publikum zum Brennen brachte. Man muss nur ein paar Sekunden des legendären Live Aid Konzertes von 1985 sehen, um zu ahnen, welche Energie Freddy von der Bühne weitergeben konnte.

Queen ist ein Phänomen und Freddy eine Legende. Bohemian Rhapsody ist für mich ein Meisterwerk. Mir gefällt das ganze abwechslungsreiche Stück, aber der Beginn ist einfach nur unsagbar schön, berührend, traurig. Sobald ich die ersten Töne höre – es wirft mich jedes Mal wieder aus der Bahn, Mama!

Die Songs meiner Jugend

Viele Songs von Queen haben mich und meine Freunde durch meine Jugend begleitet, da hat das eine oder andere Lied schon eine besondere Bedeutung. We will rock you sangen wir im Schulhof und dachten an die Lehrer, fühlten uns under pressure und wollten nur I want to break free. Nach der Matura dachten wir we are the champions und wären nicht zu stoppen, don’t stop me now having a good time.

Wir merkten rasch, it’s a hard life, keep yourself alive und another one bites the dust. Aber auch diese Momente, its a kind of magic, wenn man somebody to love trifft, vielleicht die Liebe seines Lebens, Love of my life. Und wenn man gute Freunde zu schätzen weiß, falls die Liebe schwindet, friends will be friends.

Und allzu oft heißt es wohl auch the show must go on, ob man will oder nicht. Freddy Mercury hat nie aufgegeben und besonders in seinen letzten Jahren bewiesen, dass er ein großartiger Mensch und Musiker gewesen ist und auch immer sein wird.

Taschen-Tipp?

So, genug gelobt, aber vielleicht konnte ich euch für die Musik dieser beiden Talente begeistern. Und wenn ihr nun fragt, wo die Taschenempfehlung bleibt? Die fällt heute aus. Die Bademantel-Tasche für Udo Jürgens existiert nur in meiner Fantasie und die Tasche für Freddy Mercury, die ist so teuer, exquisit und einzigartig, dass sie im Styleshop24 niemand kaufen würde! Aber es warten viele andere Produkte auf euch, reinschauen lohnt sich!

 

 

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